Ein historisches Label
Der erste nationale Wettbewerb „Fleurir la France“ wurde 1959 von Robert Buron, dem damaligen Minister für öffentliche Arbeiten, Verkehr und Tourismus, ins Leben gerufen. In einem Nachkriegsfrankreich auf der Suche nach Erneuerung ging es darum, die Landschaften zu verschönern und die Entwicklung des Tourismus zu fördern, wobei man sich insbesondere von den blumengeschmückten Balkonen im Elsass inspirieren ließ.
Der Wettbewerb, dessen Schwerpunkt ursprünglich auf der Blumenbepflanzung lag, entwickelte sich nach und nach zu einem Gütesiegel. Ursprünglich von staatlichen Stellen geleitet, wird er heute von einem unabhängigen Verein nach dem Gesetz von 1901 getragen: dem Conseil National des Villes et Villages Fleuris CNVVF).
Im Laufe der Jahrzehnte hat das Label seinen Wirkungsbereich erweitert, um den Veränderungen in den Regionen und den neuen ökologischen Herausforderungen gerecht zu werden. Die einstige Zierbepflanzung hat den Weg für einen ganzheitlicheren Ansatz geebnet: ökologisches Management, Erhaltung der Artenvielfalt und der Ressourcen, Bürgerbeteiligung, Aufwertung des Kulturerbes und nachhaltige Attraktivität.
Sein Ziel: Lebensqualität und Umweltnotstand in Einklang zu bringen, um Regionen zu schaffen, die ruhiger, widerstandsfähiger und lebenswerter sind.