Thibaut Beauté, Vorsitzender des Nationalen Rates der Villes et Villages Fleuris CNVVF), hielt im Kulturministerium im Rahmen eines Tages, der den Veränderungen im städtischen Raum gewidmet war, eine Rede. Dies war für ihn eine Gelegenheit, aufdie entscheidende Bedeutung des Bodens für die Gestaltung nachhaltiger und widerstandsfähiger Städte hinzuweisen und konkrete Ansätze vorzuschlagen, um ihm wieder den ihm gebührenden Stellenwert in der Raumplanungspolitik einzuräumen.
Das Bewusstsein für den Boden wiedergewinnen und die Stadtplanung neu überdenken
In seinem Beitrag betonte Thibaut Beauté, dass wir unsere Sichtweise auf städtische Böden ändern müssen, die oft lediglich als Flächen zum Bauen oder zur Versiegelung betrachtet werden. Dabei spielen sie eine grundlegende Rolle für das reibungslose Funktionieren der Ökosysteme: Regenwasserregulierung, Kohlenstoffspeicherung, Erhaltung der Artenvielfalt, Verringerung von Wärmeinseln …
AmBeispiel von Schulhöfen verdeutlichte er,wie dringend eine „Entmineralisierung“ öffentlicher Räume erforderlich ist. Diese Orte wieder zu begrünen, ihre Gestaltung und Nutzung neu zu überdenken, bedeutet, den Böden zu ermöglichen, ihre ökologischen Funktionen wiederzuerlangen, und gleichzeitig den Nutzern – insbesondere den Jüngsten – lehrreiche und widerstandsfähige Umgebungen zu bieten.
Inspirierende Beispiele aus mehreren Gemeinden, die mit dem Label Villes et Villages Fleuris ausgezeichnet wurden
Es wurden mehrere Vorzeigeprojekte angeführt, um zu veranschaulichen, wie sich diese „Rückeroberung des Bodens “ konkret vor Ort niederschlägt. In Dambach-la-Ville (Bas-Rhin), in Dünkirchen (Nord) oder auch in Bordeaux (Gironde) wurden Schulhöfe umgestaltet, um begrünte Bereiche, Regenwasserauffangsysteme oder auch Lehrgärten zu integrieren. Diese Initiativen, die von Gemeinden mit dem Label Villes et Villages Fleuris getragen werden, spiegeln den starken Willen wider,Umweltbelange in die Stadtplanung zu integrieren – mit sichtbaren Ergebnissen in Bezug auf thermischen Komfort, Biodiversität und die Sensibilisierung der Bürger.